Zeitenwende

Einige Worte vorab, die wir für unsere Arbeit wichtig halten

Wir geben Orientierung im digitalen Raum. Dieser Raum weitet sich sich exponentiell aus, macht etablierte und sicher geglaubte Geschäftsmodelle in kürzester Zeit obsolet. Neue Intermediäre treten zwischen Anbieter und Nachfrager, um dauerhaft Marktgrenzen zu verschieben, die bislang als unverrückbar galten. Als Newcomer scannen diese den Markt auf Veränderungen und Bedürfnisverschiebungen, um lukrative Nischen in kürzester Zeit zu erkennen und zu besetzen. Prognosen gehen davon aus, dass der künftige Geschäftserfolg zu 80 Prozent aus Ideen und nur noch zu 20 Prozent aus der Kapitalkraft eines Unternehmens resultieren. Das Internet und die fortschreitende, intelligente Vernetzung haben damit einen sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Wandel angestoßen, dessen Auswirkung vergleichbar ist mit dem Beginn der Industrialisierung vor rund zweihundert Jahren. Unser zyklisches Modell mit kurzen Veränderungs- und langen Stabilitätsphasen hat spätestens seit dem Jahr 2007 ausgedient.


Unsere Gegenwart ist von mathematisierter Ökonomie umgeben, die sich permanent versucht neu zu optimieren. Durch die zunehmende Nutzungsverlagerung von Desktop zum allgegenwärtigen Smartphone beschleunigen sich unser Informations- und Konsumverhalten nochmals rasant. Ein Computer oder ein Smartphone sind heute viel mehr als persönliche Arbeitsgeräte. Denn diese sind auch Teil eines ökonomisches Systems geworden, dem sog. "Plattform-Kapitalismus", der mit Algorithmen und Filtern das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage neu regelt. Dieser ist systembedingt von einer starken Intransparenz und Asymmetrie geprägt. Auf der einen Seite riesige Farmen von Eliteservern, die alles verwerten können was Millionen von Einzelnutzern ihnen anvertrauen. Auf der anderen Seite vergleichsweise rudimentäre Technologie in den Händen eines Einzelnen – der sich kaum an das erinnern kann, was er letzte Woche gesucht oder rezipiert hat. Mittelfristig verlagern sich durch Plattform-Intermediäre, eCommerce-Konzentrationen und innovative Cloud-Services auch Macht-, Einfluß- und Steuerungsmöglichkeiten zwischen Unternehmen und Volkswirtschaften. Denn Daten sind das Rohöl des 21. Jahrhunderts. Wer diese in großer Menge besitzt und klüger anreichern und verwerten kann als es Mitbewerber tun, erlangt einen dauerhaften Vorsprung.

Die wohl bedeutendste Wirkung von internetbasierten Geschäftsmodellen liegt in der schieren Kraft der Marktverdrängung (Disruption → schöpferische Zerstörung (Joseph Schumpeter, Ökonom). Bedingt durch das allgemeine Verbraucherverhalten und Präferenzbildungen (i.e.L. über Bekanntheit, Bequemlichkeit und Sonderangebote) neigen Online-Geschäftskonzepte von sich heraus zur Konzentrationsbildung. Mit neuen, exakt für das allgegenwärtige Internet zugeschnittenen Geschäftsmodellen tritt der unerbittliche Vergleich von Preis, Leistung und Verfügbarkeit in eine neue Dimension (Stichworte: MetaSearcher, MetaEngines, Vergleichsportale, Vermittler, Affiliates). Ganze Branchen werden in jüngster Zeit durch "Web- und App-Dienste" in Kombination mit einem intelligenten Multi-Channel-Marketing faktisch neu aufgerollt. Fast immer bleiben danach nur noch wenige Akteure übrig. Zwar profitiert jeder Einzelne von den Möglichkeiten, die ein wachsender (Netzwerk)Dienst bzw. globaler Internethändler bietet - andererseits sind auch die Nachteile (z.B. Preisdruck, Verlust von Arbeitsplätzen und Angebotsvielfalt im stationären Handel, Leerstände, Marktkonzentration) von erheblicher volkswirtschaftlicher Dimension. Der stetig wachsende eCommerce und die beliebte App- und Sharing Economy hat also immer zwei Seiten...

Man kann diesen Wandel nicht mehr aufhalten - aber klug begegnen! Etwa indem man zur Erreichung seiner Unternehmensziele unter den für sich besten Optionen wählt. Wir unterstützen Sie auf diesem Weg.